Emma Ajakobi

Wir erinnern an Emma Ajakobi.

Geboren:         2.5.1870 in Geilenkirchen
Gestorben:       1942 in Treblinka
Opfergruppe:   Jude
Verlegeort:       Heilig-Geist- Str./Arnold-Janssen-Str.
Verlegedatum: 27.5.2019
Patenschaft:     Gudrun und Reinhard Kollers

Emma Ajakobi wird als Tochter von Benedikt Ajakobi, einem Metzger und Handelsmann, und seiner Frau Rosina am 3.Mai 1870 in Geilenkirchen geboren, wo sie mit insgesamt 9 Geschwistern aufwächst. Sie arbeitet als Haushälterin im westfälischen Wüllen, heute ein Ortsteil von Ahaus, bevor sie 1923 in Kempen das Haus an der Josefstraße 7 erwirbt.

Aufgrund einer psychischen Erkrankung kann sie nicht mehr arbeiten und muss von monatlich 21,80 Reichsmark leben.

In der Reichspogromnacht 1938 werden auch in Kempen überall jüdische Wohneinrichtungen verwüstet. Nur das Haus der damals 68jährigen Emma Ajakobi wird übersehen und bleibt so unversehrt.

Obwohl sie selber arm ist, nimmt sie am folgenden Tag ihre drei Schwestern aus Geilenkirchen, deren Haus zerstört wurde, bei sich auf. Sie bleiben bis zur Deportation ins KZ Theresienstadt am 25.7.1942 zusammen. Von dort aus wird Emma am 29. September weiter ins Vernichtungslager Treblinka transportiert, wo sie im Alter von 72 Jahren ermordet wird.