FÜNFTE VERLEGUNG DER STOLPERSTEINE IN KEMPEN

Am 27. Mai 2019 kam Gunter Demnig zum fünften Mal nach Kempen, um in der Altstadt elf Steine für jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger Kempens zu verlegen.

Auf der Ellenstraße 36 wurde des Handelsmannes Isidor Rath, seiner zweiten Frau Julie Rath, geb. Wolf, und seiner Tochter aus erster Ehe, Erna Rath gedacht.

Auf der Ellenstraße 5 verlegte Gunter Demnig vier Steine für Mitglieder der jüdischen Familie Winter, für Simon Winter und dessen Kinder Henriette und Salomon und für Salomons Tochter Elsa.

Vier Steine auf der Arnold-Janssen-Sraße/ Ecke Heilig-Geist-Straße wurden für die Schwestern der Familie Ajakobi verlegt, die alle in Treblinka und Theresienstadt umgebracht worden sind, für Emma, Magdalene, Johanna und Karoline Ajakobi.

An der Verlegung nahmen zahlreiche Kempener teil, auch etliche Schülerinnen und Schüler. Für alle Anwesenden war es besonders ergreifend, dass die Enkelin von Simon Winter, die mehr als neunzigjährige letzte Überlebende des Holocaust in Kempen, Mirjam Winter, zugegen war. Gemeinsam mit ihrer Begleitung Josephine Korsten hatte sie sich von Eindhoven aus auf den Weg nach Kempen gemacht, um an der Stolpersteinverlegung teilzunehmen. Sie als Zeitzeugin zu erleben, war für alle besonders wertvoll. Dass sie immer wieder in ihre Heimatstadt Kempen zurückkehrt und uns heute ohne Groll entgegentritt, ist ihr nicht hoch genung anzurechnen und verpflichtet uns umso mehr, uns gegen Antisemitismus und Intoleranz zu stellen.

 

   

 

 

 

Fotos: © Lamozik

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Ute Gremmel-Geuchen
(Sprecherin der Initiative
PROJEKT STOLPERSTEINE)
Ludwig-Jahn-Str.12
47906 Kempen

Tel. 02152/517541

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